Etwas über die Geschichte von Weihnachtskugeln

Wenn wir nach den Anfängen der Tradition der Dekoration von Weihnachtsbäumen mit Glasschmuck suchen, kommen wir immer nach Thüringen in Deutschland, und genauer genommen – in die Stadt Lauscha.

Genau dort lebte in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts Hans Greiner, der als Urvater aller Glaskugeln gilt. Die Legende besagt, dass er, als es ihm an Mitteln für den Kauf der damals zur Dekoration von Weihnachtsbäumen verwendeten Nüsse und Obst mangelte, diese aus Glas herstellte – in der Lauschaer Hütte, in der er arbeitete. Angeblich war dieser erste Weihnachtsschmuck Girlanden aus Glaskugeln und Zinnfiguren. Schnell wurde Zinn jedoch durch Glas ersetzt, als die talentierten Hüttenarbeiter begannen, unterschiedliche Gestalten aus Formen zu blasen: erst Gips-, später Keramikformen. So entstanden die ersten Weihnachtsfiguren.

Die Beliebtheit der Dekoration von Weihnachtsbäumen mit Glasschmuck wuchs Jahr für Jahr, obwohl anfangs nur auf dem Gebiet Deutschlands.

Die Technik der Erzeugung der Formen, des Blasens, und Verzierens wurde perfektioniert. In den 50er Jahren des 19. Jahrhunderts erarbeitete der berühmte deutsche Chemiker Justus von Liebig die Technik der Versilberung der Innenseite der Christbaumkugel mit Silbernitrat – von diesem Moment an wurden sie undurchsichtig und erlangten einen hervorragenden Glanz. Auch die Zahl und Vielfalt der produzierten Formen stiegen gewaltig an.

Ihre internationale Karriere verdanken die Glaskugeln der englischen Königin Victoria.

Diese große Monarchin wuchs von Kindheit an in der deutschen Tradition des Feierns von Weihnachten auf – dank ihrer Mutter aus der deutschen Wettiner-Dynastie. Diese Tradition pflegte auch ihr königlicher Ehemann, der aus Bayern stammende Herzog Albert Sachsen-Coburg-Gotha. Angeblich war er persönlich für die Vorbereitung der richtigen Umrahmung des königlichen Weihnachtsfestes verantwortlich! Als die London News 1848 eine Abbildung der königlichen Familie veröffentlichte, die um den Weihnachtsbaum herum sitzt, der mit Leckereien, Kerzen und – vor allem – Glasschmuck dekoriert ist, wurden Weihnachtskugeln wörtlich in ganz Europa beliebt. Bereits zwanzig Jahre danach begann der Glasschmuck auf die Vereinigten Staaten zu erobern.

In Polen entstanden erste Produktionsstätten, die Weihnachtskugeln aus Glas herstellten im 20. Jahrhundert. Heute sind polnische Weihnachtskugeln eine überall bekannte, weltweite Marke, und die jährliche Produktion kann in Millionen gezählt werden.

Wohl Zeit für die Frage, wie diese ältesten, ersten Weihnachtskugeln ausgesehen haben?

Es gibt viele Sammler, bei denen der Originalschmuck aus Lauscha überdauert hat, der heute wirklich hohe Marktpreise erzielt. Es gibt auch Firmen, die sich hingegen auf die Wiederherstellung dieser ältesten Dekorationen spezialisieren, und dazu spezielle Original-Keramikformen verwendet, aus den ersten Glaskugel-Hütten. Aber diese einstige Stilistik würde keinem mehr gefallen, in der heutigen Zeit. weihnachtsbaumschmuck FigurenWeihnachtsschmuck hatten nicht so viele Details wie heute. Sie wurden vor allem in Grundfarben dekoriert: Gold, Rot, Grün und Blau. Der Großteil der Dekorationen stellte jedoch einfärbige Ebenen dar, ohne zusätzliche Ornamente. Die Verzierungen bereicherten die sich wiederholenden, einfachen Muster, die mit Farben ausgeführt waren – Glitter war damals noch nicht bekannt. Dafür verband man gerne einzelnen Schmuck so miteinander, dass dieser nach dem Kleben ein Ganzes darstellte. Dies konnte z. B. ein Nikolaus sein, der auf einem Vogel oder auf einer Kugel sitzt, oder aus mehreren Elementen bestehende Konstrukte aus christbaumfiguren Glas und Weihnachtskugeln. Interessant ist die Verwendung zusätzlicher Dekorationselemente in diesen Zeiten, die mit Glas verbunden wurden – heute sind diese Materialien völlig außer Gebrauch geraten. Erstens waren dies Papierausschnitte, wie z. B. Engelsköpfe oder Nikolaus, oder auch ganzheitliche Papierfiguren, die auf die Christbaumkugeln zur Dekoration aufgeklebt wurden, oder als gesonderte Elemente. Man verwendete auch spezielle goldene Metallfäden, die im Alltag für die spezielle Stickerei dienten. Diese feinen Drähte umflochten die Weihnachtskugelnund bildeten komplizierte, aufwändige Gitter um die Dekorationen. Schließlich stellte Engelshaar eine zusätzliche Weihnachtsdekorationen, das um die Klebstellen der verbundenen Figuren gewickelt wurde.

So viele Erinnerungen…

Kehren wir nun zu den Glaskugeln des heutigen Tags zurück – sie haben sich so sehr verändert, wie auch die Welt um uns. Dies ist unser Drum Major, eine hervorragende Umsetzung der modernen Dekorationskunst: ausdrucksstarke Formdetails, wunderbare Palette an ausgewählten Farben und Schattierungen, detaillierte Dekoration, reiche Ornamentik, Original-Glitter und glänzende Steinchen in den Details.

Weihnachtsfiguren